Pressemitteilung August 2019: Bündnis Gesamtschulen

Mit Erschrecken nimmt das „Bündnis Gesamtschulen“ – aus Lehrerinnen, Elternvertreterinnen und Schüler*innen – zur Kenntnis, wie massiv innerhalb kurzer Zeit weitere Weichenstellungen zu Ungunsten der Gesamtschulen realisiert werden.
An zwei aktuellen Fällen zeigen wir auf, dass Gesamtschulen offenbar dringend notwendig sind – dabei aber schulpolitisch vernachlässigt und schlechter behandelt werden.

  • Beispiel 1: 15% weniger für die Inklusion
    Den Wiesbadener Integrierten Gesamtschulen werden erstmalig zum neuen Schuljahr 15% ihrer Schüler*innen rausgerechnet bei der Bemessung der Zuweisung von Förderlehrkräften.
  • Beispiel 2: Brüche in Schullaufbahnen
    An den Gesamtschulen Wilhelm- Leuschner-Schule und Hermann-Ehlers-Schule müssen offenbar komplett neue Klassen in den Jahrgängen 8 und 9 aufgemacht werden, um Schüler*innen aufzufangen, die an anderen Schulen ihren Abschluss nicht erreicht haben.

Stellungspapier des Landeselternbeirat zu DITIB

Der Landes Elternbeirat hat ein Stellungspapier zu DITIB und bekenntnisorientiertem Religionsunterricht verfasst.

„Bekenntnisorientierter Religionsunterricht ist in Deutschland Bestandteil des Schulsystems. Nicht ohne Grund garantiert unsere Verfassung im Grundgesetz in Artikel 7 III jeder Religionsgemeinschaft den Unterricht innerhalb ihrer Anhänger. Das gewährleistet, dass die Ausbildung in religiösen Fragen der staatlichen Aufsicht unterstellt ist. Damit soll verhindert werden, dass Religionsunterricht missbraucht wird. Die Lehrinhalte des Unterrichts werden durch zahlreiche Maßnahmen geprüft, die Hessischen Elternvertreter haben ein verfassungsgemäßes Mitspracherecht; das kann es nur bei bekenntnisorientierten und staatlichem Religionsunterricht an unseren Schulen geben. „

„Der Landeselternbeirat von Hessen fordert daher das Hessische Kultusministerium und die Landesregierung auf, die Zusammenarbeit mit DITIB sofort zu beenden. DITIB darf keinen Zugang für islamischen Religionsunterricht an unseren Schulen und für die Lehrerausbildung haben. Darüber hinaus wird dringend gefordert, dass die sunnitische Religionsgemeinschaft bei der Gründung einer eigenen Körperschaft unterstützt und begleitet wird. Bis ein neuer Partner gefunden wurde, muss der bekenntnisorientierte Religionsunterricht als Übergangslösung durch einen staatlichen Unterricht für die Religionsgemeinschaft vertreten werden. „

Pressemitteilung Juni 2019: Bündnis Gesamtschulen

Pressemitteilung des neu gegründeten „Bündnis Gesamtschulen“ vom 10.06.2019.

In Wiesbaden sorgen sich Eltern, Schüler*innen und Lehrer*innen um die Rolle und Position der Gesamtschulen. Anlass dazu sind Signale aus der städtischen Schulpolitik – insbesondere seitens der regierenden Koalition. Die Unruhe ist inzwischen so groß, dass sich seit mehreren Wochen ein stadtweites Bündnis aus Eltern, Schüler*innen und Lehrer*innen formiert.

In einer Pressemitteilung veröffentlicht das Bündnis eine für die Gesamtschulen wichtige Forderung:
Jeder Euro, der in ein Gymnasium fließt, muss ebenso in eine Gesamtschule gehen!