StEB Wiesbaden – Informationen aus Schulämtern und Kultusministerium

Als letztes lassen Sie mich noch auf drei Punkte eingehen, zu denen uns immer wieder Fragen erreichen:

1. Rahmenbedingungen für die unterrichtsersetzende Lernsituationen (‚Homescooling‘)

Auch wenn das vom Kultusminister nicht gerne so gesagt, vielen Schulen/Lehrern anfänglich nicht bekannt und vielleicht auch von vielen Eltern nicht gerne gehört wurde: Die zu Hause erbrachten Leistungen sind kein Unterricht, können und sollen ihn nicht ersetzen.
Es handelt sich letztlich um *freiwillige Leistungen*. Gleichwohl sind die Schüler natürlich gut beraten, den Aufträgen und Anregungen der Lehrkräfte gewissenhaft nachzukommen.

„Grund für die Freiwilligkeit und Nicht-Benotung ist die fehlende rechtliche Voraussetzung. Das Schulrecht geht davon aus, der Unterricht in Präsenzform stattfindet. Mit dem Wegfall des Unterrichts ist auch die Schulpflicht ausgesetzt. Der Staat ist jedoch auf Grund des fortbestehenden Schulverhältnisses gehalten, die Unterbrechung der Unterrichtsversorgung für Schülerinnen und Schüler zu mindern. Das versucht er durch die Angebote der Schulen und Lehrkräfte. Diese Angebote sind jedoch kein Unterricht in anderer Form sondern eine bloße, die Zeit des Unterrichtsausfalls überbrückende pädagogische Hilfe und Betreuung.“
(Einschätzung eines Verwaltungsrichters a.D.)

Bitte bringen Sie diese Tatsache den Eltern Ihrer Schule ohne Rücksicht auf Ihre persönliche Präferenz zur Kenntnis.

2. Digitale Lernangebote

Zu digitalen Lernangeboten verweise ich auf die Seiten des städtischen Medienzentrums, der hessischen Lehrkräfteakademie und die Kultusministerkonferenz.
Alle Ebenen haben von kommerziellen Anbietern weitgehend Abstand genommen und die empfohlenen Dienste z.B. für Videokonferenz-Lösungen lauten: Jitsi und BigBlueButton.

www.wiesbaden.de/microsite/medienzentrumdjaco.bildung.hessen.de/lernen01/vc/index.html
www.kmk.org/themen/bildung-in-der-digitalen-welt/lernen-von-zu-hause-digitale-lernangebote.html

3. Grundlagen für die Arbeit der Elternvertretungen

Die Elternbeteiligung in Hessen basiert auf realen Treffen von Personen (Elternabenden, SEB-Sitzungen,…).
Es gibt keine Möglichkeit Beschlüsse im Rahmen von Videokonferenzen, Umlaufverfahren o.ä. zu fassen. Das Kultusministerium hat zwar informell angekündigt, solche Entscheidungen aktuell nicht anzuzweifeln. Das stellt aber keine Rechtsgrundlage dar und schützt auch nicht vor Anfechtungen aus den eigenen Gremien.
Gleichzeitig bewegen wir uns im Rahmen der aktuell an den Schulen zu treffenden Entscheidungen in Bereichen, die üblicherweise der Anhörung oder gar Zustimmung von SEB oder Schulkonferenz bedürfen.
Es ist mir daher wichtig, darauf hinzuweisen, daß im vorliegenden Hygieneplan die Möglichkeit von Elternkonferenzen ausdrücklich genannt ist, wenn diese „unabdingbar“ sind. Nach meiner Auffassung entscheidet über diese Einordnung der jeweilige Elternvertreter. Wann, wenn nicht jetzt, könnten Elternentscheidungen unabdingbar sein…

Auch wir planen daher in nächster Zeit wieder eine StEB-Sitzung, zu der wir unter Berücksichtigung der hygienischen Erfordernisse und der aktuellen Entwicklung evtl. auch eine Beteiligung von Schulelternbeiräten ermöglichen wollen.

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