Wiesbadener Kurier – 22.10.2019:“Die Sanierung der Leuschnerschule steht auf der Kippe“

Ein Zeitungsartikel des Wiesbadener Kurier über die Sanierung der WLS und den zugehörigen Offenen Brief der Elternvertretung an die Zeitung.

https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/stadtteile-wiesbaden/kostheim/die-sanierung-der-leuschnerschule-steht-auf-der-kippe_20550624

Fehlt am Ende das Geld, damit die Kostheimer Gesamtschule saniert werden kann? Darüber macht sich der Elternbeirat große Sorgen. Anlass ist die Ausrichtung des Stadtetats 2020/21.

So wütend hat man den Elternbeirat der Wilhelm-Leuschner-Schule selten erlebt. Die Sanierung der Gesamtschule steht erneut auf der Kippe. Grund ist die Ausrichtung des Stadtetats 2020/21 auf die Verkehrspolitik, die Schulen in der Skala der Wichtigkeit nach hinten verdrängt.

Kein Haushalt verlasse das Parlament jedoch so, wie die Stadtregierung ihn anfangs vorlege. Dem Parlament stünden noch zehn Millionen Euro für eigene Zwecke zur Verfügung. Die SPD habe sich bei ihrer Haushaltsklausur am vorigen Wochenende für zwei Gesamtschulprojekte entschieden. Dies sei neben der Sporthalle der Hermann-Ehlers-Schule in Erbenheim auch die Wilhelm-Leuschner-Schule in Kostheim. In der Leuschnerschule sollen die Unterrichtspavillons modernisiert und so verbunden werden, dass jeweils zwei Pavillons eine Lerneinheit mit Innenhof bilden. 3,6 Millionen Euro koste das, 1,8 Millionen stünden schon im Etatentwurf, der Rest sei der Teil, über den die SPD ab Donnerstag mit CDU und Grünen verhandeln wolle, sagte Schmehl.

Der Elternbeirat erhöht den Druck auf die Stadt und spricht vom „Märchen von der Sanierung der Leuschnerschule“. Er fordert eine Bewilligung des „mageren Sanierungsbudgets“ im nächsten Haushalt durch das Stadtparlament. Die momentane Abstufung sei ein Schlag ins Gesicht für über 620 Schüler sowie für die Lehrer.

Müsste die Stadt die Leuschnerschule generalsanieren, käme sie nicht mit unter 30 Millionen Euro davon. Die Konjunktur der vergangenen Jahre habe so viel Geld in die Stadtkasse gespült. Wie lange dies anhalte, könne keiner verlässlich sagen. Es müsse in die Zukunft investiert werden, in die nächsten Schülergenerationen, um das System am Laufen zu halten. Die Schüler von heute seien die Beschäftigten und Gestalter von morgen. „Aber welche Wertschätzung bringen wir unseren Nachfolgern entgegen?“, heißt es.

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