AZ – 15.03.2019: Erst Leuschnerschule, dann Gymnasium

Ein Zeitungsartikel der AZ über die Ortsbeiratssitzung Kostheim vom 13.03.2019, die Sanierung der WLS und die geplanten Gymnasien.

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/amoeneburg-kostheim-kastel/erst-leuschnerschule-dann-gymnasium_20017144

Aus dem Artikel geht sehr gut hervor, dass es nicht leicht ist, eine gute gemeinsame Entscheidung zu treffen.
Eine Entscheidung, die kein schlechter Kompromiss ist, dem am Ende keiner hilft.
Eine Entscheidung, die eben nicht etwas gutes und brauchbares verhindert (z.B. ein Gymnasium).
Eine Entscheidung, die einer für AKK und Umgebung essentiell wichtiger Einrichtung hilft, wieder auf die Beine zu kommen (die WLS).
Eine Entscheidung, die nicht weiter entzweit und aufreibt, sondern zusammenführt und Kräfte bündelt.

Ich bin sehr stolz auf den Kostheimer Ortsbeirat und dessen einstimmiges (!) Votum.
Die geführte Debatte zeigte, dass es möglich ist, ein gemeinsames Ziel zu finden, auch wenn die Meinungen einmal auseinander gehen.
Ich bin froh, dass die Energie und Zeit aufgebraucht wurde, das gemeinsame Votum zu finden und zu beschließen.
Es spiegelt die Realität wider, dass es alleine eben nicht geht. Man braucht Koexistenzen im Leben und muss aber dennoch dafür sorgen, dass keiner auf der Strecke bleibt.

IGS (sanieren) oder Gymnasium (bauen), was ist nun der richtige Weg?
Für mich persönlich ist die Antwort ganz klar: beides!

Denn zwei Dinge sollten bekannt sein:

1. An beiden Schulformen kann man in der 5. Klasse starten und in der 13. sein Abitur machen. Das Abi ist dabei an keinen der Schulen besser oder schlechter. Es ist und bleibt die gleiche allgemeine Hochschulreife!
„Eine IGS ist auch ein Gymnasium!“

2. Ein „reines“ Gymnasium hat, wie jede Schulform, auch seine Vorteile. Aber nicht jedes Kind, das auf einem Gymnasium startet und seinen langen und teils mühsamen Weg zum Abi antritt, schafft diesen. Einige bleiben auf dem Weg liegen oder kommen vom Weg ab.

Die „auf der Strecke“ gebliebenen Kinder (und das sind nicht wenige), brauchen auch einen Abschluss und einige von Ihnen kommen auf Umwegen dann doch ans einst gesteckte Ziel und schaffen das Abi, z.B. auf einer IGS.
Hinzu kommen noch die Kinder, von denen niemand anfangs wirklich erwartet, jemals das Abi zu erreichen. Die „Spätzünder“ oder diejenigen, die einen schwierigen Start ins Leben hatten, aber in denen viel Potential steckt.
Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, Kinder unterwegs zu verlieren oder von vornherein erst gar nicht mitzunehmen, auf die gesellschaftliche Reise in die Zukunft.
Wenn Kinder, warum auch immer, auf der Strecke bleiben, bleibt die Gesellschaft früher oder später als ganzes auf der Strecke oder kommt zumindest nicht so gut voran, wie sie eigentlich könnte.
Unabhängig davon ist es unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass jede/r in unserer Gesellschaft die Chance erhält, selbige zu gestalten.
Visionen und Zukunft gestalten, ja, dafür braucht man sicherlich Eliten. Aber gleichermaßen braucht man insgesamt eine Gesellschaft, mit einem hohen Bildungsniveau. Dafür wiederum sorgt eine gut versorgte IGS.

Damit die WLS ihrer Aufgaben gerecht werden kann, muss sie gut versorgt sein. Menschlich ist sie gut versorgt.
Aber: Denk ich ans Gebäude in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

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