Infos von der Podiumsdiskussion „Einstürzende Schulbauten?“ (17.11.2018)

Der Teilnehmerkreis der Podiumsdiskussion war breit gefächert und so wurden auch die Themen umfassend von diversen Seiten beleuchtet diskutiert und besprochen.

In diesem Artikel finden sich daher nur einige Eindrücke und Informationen wieder, welche in der Diskussion besprochen, angeregt oder auch nur informativ weitergegeben wurden.

  • Gelder zur Sanierung stehen derzeit zur Verfügung, vor allem aus Bundesgeldern; Es stehen „ungedeckte Töpfe“ für Sanierung bereit
  • Forderung: Das Kooperationsverbot muss fallen; die Länder und Kommunen haben nicht genug Geld, die Bildung und Schulen zu erhalten bzw. zu gestalten. Es wird Geld vom Bund benötigt.
  • Wünsche: Kleinere Klassen bzw. keine festen Klassenräume; nicht in alten Kategorien denken (siehe Skandinavien); Es fehlt Hilfe bei der Planung, die jetzigen Stellen sind damit überfordert/überlastet; Nachmittagsprogramm besser ausgestalten z.B. durch Mitarbeit von Vereinen; Schule als Lebensraum begreifen und gestalten; Schulen werden seit Neuestem mit Wohnraum kombiniert, vor allem in Gegenden, wo Wohnraum knapp ist; Schulen skalierbarer bauen, weil Schulen wachsen und schrumpfen können (Schülerzahlen verändern sich über die Jahre); Schule mit Campus kombinieren (Bildungscampus Gallus in Frankfurt als Vorbild); Landesweit sollte definiert werden, was benötigt wird; Pflege, bauen, planen; Verantwortung von seiten der Politik übernehmen, Zukunft gestalten und Transparenz und Ehrlichkeit.
  • Was fällt negativ auf: Derzeit wäre Geld zur Sanierung da, aber die Kreativität fehlt und es fehlen die Personen, die Planen und Handwerker die es umsetzen.
  • Bis 2035 sind 40 (!) neue Schulen in Frankfurt am Main geplant!
  • Neue Konzepte bedeutet nicht unbedingt neue Schule oder Umsetzung der Ideen, denn: Lehrer (und Schüler) sind oftmals überfordert mit dem Konzept und/oder den neuen Technologien.
  • Derzeit wird davon ausgegangen, dass es 3 Jahre dauert, bis Firmen (bei bereits erfolgter Planung und Freigabe) mit dem Bau beginnen können, denn: Auftragsbücher der Handwerker sind voll!
  • Nachhaltigkeit –> Geburtenrate –> Schülerzahlen: Es gibt keine Planung von Schul-/Lehrerkapazitäten o.ä. welche sich auf die Geburtenrate o.ä. bezieht, nicht einmal auf Kultusministeriumsebene!
  • Nachhaltigkeit: Infrastruktur muss längerfristig erhalten bleiben nach erfolgter Renovierung/Neubau.
  • Es sollte auf Baumaterialien und deren (Inhalts)Stoffe besser geachtet werden und diese verbauten Materialen auch dokumentiert werden, damit zukünftig bei Bekanntwerden von Gesundheitsschädigungen diese auch gezielt wieder entfernt werden können. Es sollte nicht zu billig eingekauft werden (Ausschreibungen achten nur auf den Preis, nicht auf die Qualität).
  • Der Investitionsstau Schulen liegt derzeit bei 48 Milliarden € und 8 Milliarden bei Kitas. Davon alleine 450 Millionen € für Wiesbadener Schulen. 450 Millionen € beträgt derzeit die Gesamtinvestition im Schulbereich für gesamt Hessen.
  • Kapazitäten in der Bauverwaltung ist über die Jahre abgeschmolzen; es fehlt an Personal –> Baustau
  • PPP: Private Public Partnership sollte mit Bedacht gewählt werden und kann große Probleme bereiten, gerade wenn die Schule wieder in die öffentliche Hand zurückgeführt werden soll.

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